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Gülletag

Am Dienstag, den 20.08.2019 hat der Maschinenring Cham zum Gülletag eingeladen.

Auf dem Programm standen verschiedene Vorträge  rund um das Thema Gülle und Vorführungen mit verschiedener Ausbringtechnik.
Im gut gefüllten Gasthaus Steinbruchsee in Furth im Wald begann der Vormittag für alle Teilnehmer mit dem Vortrag von Herrn Franz Helmle, LMS Triesdorf – „Neuerungen bei der Ausbringung organischer Dünger – Licht ins Dunkle bringen!“

Er stellte alle Vor- und Nachteile der aktuell zugelassenen Ausbringtechniken vor und gab einen kleinen Ausblick in die Zukunft. Ziel ist es, den Nährstoffverlust durch gasförmige Verdunstung des Ammoniaks, sowie Emissionen in die Umwelt weitestgehend zu vermeiden. Zitat Herr Helmle: „Es wird immer wichtiger pflanzenbedarfsgerecht zu Düngen, das heißt aber auch, dass in den Bestand gefahren werden muss. Auch Lohnunternehmer spezialisieren sich bereits darauf.
Im zweiten Referat von Herrn Reinhard Knipker, Geschäftsführer MR Kassel wurde das Thema „Gülleseparierung – Erfahrungen in der Praxis“ näher gebracht.

Er stellte die unterschiedlichen Verfahren und Einsatzmöglichkeiten von Separatoren vor.
Die Vorteile der separierten Gülle und Gärresten sind, dass man den flüssigen Teil einfach mit der neuen Ausbringtechnik auf das Grünland ohne Blattverschmutzung ausbringen kann und durch schnellere Einsickerung sehr geringe Stickstoffverluste aufweist. Die feste Phase kann als Einstreu für Milchkühe verwendet werden, dadurch würde man sich Kosten für Stroh und Sägemehl sparen.
Im dritten Vortrag sprach Herr Florian Scharf, AELF Pfarrkirchen zum Thema „Aktueller Stand – Futterverschmutzung bei bodennaher Gülleausbringung“.
Es waren reine Praxiserhebungen die er vorstellte. Nach dieser ist die Futterverschmutzung bei bodennaher Gülleausbringung höher als bei der Breitverteilung, aber in der Regel insgesamt auf einem niedrigen Niveau. Das Hauptproblem nach seinen Ergebnissen ist der erste Schnitt. Bei den Folgeschnitten ist seine Empfehlung, so früh wie möglich nach der Ernte Gülle zufahren, die gute fachliche Praxis einzuhalten (bedecktes, regnerisches Wetter wäre optimal).
Beim gemeinsamen Mittagessen tauschten sich die Teilnehmer über die Informationen und Techniken aus und es wurde über den Vormittag diskutiert.

Nachdem alle gestärkt waren, ging es auf dem Betrieb Josef Schreiner, Auhof mit der Technikvorführung  „Ausbringung von Gülle und Gärrest mit Hilfe von Schleppschuh, Gülleinjektor und Breitverteilung“ weiter. Der Maschinenring eigene Gülleseparierer wurde vorgestellt und im praktischen Einsatz gezeigt.
Mit dem Fließfähigkeitsversuch wurde deutlich, dass die separierte Gülle wesentlich schneller und ohne Rückstände verläuft. Danach wurde die unterschiedliche Blattverschmutzung von einem Möscha- Schleppschuhverteiler und einem Gülleinjektor im Praxiseinsatz gezeigt. Im ersten Schritt  wurde einen normale und im zweiten Schritt eine separierte Gülle ausgebracht und die Vor- und Nachteile der verschiedenen Techniken von Herrn Helmle erläutert. Beim Einsatz der separierten Gülle kam es zu keiner Blattverschmutzung bzw. Güllestreifen beim Schleppschuhverteiler, da diese umgehend in den Boden einsickerte.


Ort: Furth im Wald

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